MobiGrid
Optimaler Einsatz dezentraler Flexibilitäten zur Integration von Elektromobilität in Stromverteilnetzen
Teilvorhaben des Instituts für Elektrische Energiesysteme der htw saar im Verbundvorhaben MobiGrid – Integration von Elektromobilität in die Verteilnetze durch Nutzung dezentraler Flexibilität
Integration der E-Mobilität durch Nutzung dezentraler Flexibilität
EW Magazin Ausgabe 12-2021
Das vom BMWi geförderte Forschungsprojekt »MobiGrid – Integration von Elektromobilität in die Verteilnetze durch Nutzung dezentraler Flexibilität« ist am 1. September 2020 mit dreijähriger Laufzeit gestartet. Die Entega AG als Konsortialführer, das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE und das Institut für Elektrische Energiesysteme der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlands (htw saar) arbeiten an neuen Modellen und Methoden zur Integration von E-Mobilität in Stromverteilnetze. Unterstützt wird das Projekt durch die Storegio GmbH.
Im Verbundvorhaben MobiGrid will das Institut für Elektrische Energiesysteme der htw saar in Zusammenarbeit mit Verbundpartnern untersuchen, wie der normkonforme und netzdienliche Einsatz dezentraler Flexibilitätspotentiale die Integration von Elektromobilität in Niederspannungsnetze unterstützen kann. Insbesondere die intelligente Nutzung und Ansteuerung von Flexibilitäten ist hier zu betrachten, da diese perspektivisch unverzichtbar für die Gewährleistung eines sicheren Netzbetriebes werden. Hinsichtlich der Normen sind als Schwerpunkt die allgemeinen Regeln der Technik zu beachten. Überlastungen von Netzbetriebsmitteln und unzulässige Netzspannungen sollen prädiktiv durch eine Netzzustandsanalyse und -bewertung erkannt und Abhilfemaßnahmen z.B. durch den Einsatz von Flexibilitäten automatisiert identifiziert werden. Darüber hinaus werden auch eine prädiktive Analyse und Bewertung des Netzschutzkonzeptes im Fokus stehen. Anregungen und insbesondere unzulässige Auslösungen von Schutzorganen sollen frühzeitig erkannt und durch eine Adaptierung des Netzschutzkonzeptes oder einzelner Schutzorgane vermieden werden.
Seitens des Instituts für Elektrische Energiesysteme wird im Verbundvorhaben ein Netzberechnungsprogramm zur Berechnung stationärer Netzzustände mit Schwerpunkt Netzschutztechnik mit Modellen für Betriebsmittel und Schutzorgane, Methoden zur Lastflussberechnung und Verfahren zur Netzzustandsanalyse und -bewertung eingebracht. Es ist vorgesehen, das Netzberechnungssystem als Service in das im Rahmen des Verbundvorhabens entstehende Gesamtsystem zu integrieren. Die Ergebnisse des Netzberechnungssystems sollen über Datenschnittstellen und IKT-Systeme anderen Teilsystemen der Verbundpartner zur Verfügung gestellt werden.
